Und raus bist Du: Paraffin

Beauty loves Nature - Und raus bist du: Paraffin Bild: Peter Smola/ www.pixelio.de

Fette und Öle gehören zu den wichtigsten Bestandteilen in Hautpflegecremes. Billiges Paraffin aus konventioneller Kosmetik ist jedoch keine gute Wahl. Besser geht es mit Pflanzenölen und –Fetten.

Fette und Öle gehören zu den wichtigsten Bestandteilen in Hautpflegecremes. Sie sollen die natürliche, schützende Hydro-Lipid-Barriere wiederherstellen und machen die Haut geschmeidig. Zusätzlich verleihen sie den Kosmetikprodukten Masse. In konventionellen Kosmetika stammt die Fettphase in den allermeisten Fällen aus Paraffin. Paraffin wird ebenso wie Vaseline oder Silicon aus Erdöl gewonnen. Was bedeutet: Wir schmieren uns jeden Tag eine ordentliche Ladung Erdöl ins Gesicht. Na, lecker.

Sicher, die Haut braucht Fett, aber dieses Fett muss nicht unbedingt aus Mineralöl stammen. Pflanzenöle und –Fette, zum Beispiel Sheabutter, Olivenöl, Jojobaöl, Mandelöl sind hervorragende Alternativen. Warum also verwenden Kosmetikfirmen Paraffin? Mineralische Fette sind preiswert und leicht zu verarbeiten. Im Gegensatz zu pflanzlichen Ölen, die aufgrund schlechter Ernten schon einmal knapp werden können, ist Paraffin immer verfügbar. Ein weiterer Vorteil von Paraffin ist, das es gut verträglich ist und daher im medizinischen Bereich gut einsetzbar ist.

Paraffin – schlechte Wahl für die Haut

Aber: Der Einsatz von Paraffin in Kosmetikprodukten wird sehr kontrovers diskutiert. Da die Erdölreserven begrenzt sind, sind mineralische Fette aus Umweltgesichtspunkten schon einmal nicht sehr vorteilhaft. Auch für die Haut ist Paraffin, ebenso wie Silicon und Vaseline eine schlechte Wahl. Denn mineralische Fette sind nicht hautverwandt. Sie entsprechen nicht der Physiologie der Haut und können entsprechend auch nicht gut von ihr verstoffwechselt werden. Paraffin legt sich über die Haut wie ein Film. Die Haut kann nicht mehr atmen und ihre natürlichen Funktionen werden unterbunden. Dadurch verlernt die Haut, ihren natürlichen Fetthaushalt selbst zu regulieren. Zusätzlich verursacht dieser Fettfilm einen Hitzestau und begünstigt die Bildung von Mitessern. Besonders bedenklich ist, dass sich Bestandteile dieser Substanzen in den Hautschichten oder sogar in Organen ablagern können.

Alternativen in der Naturkosmetik

Die Haut liebt es natürlich. Daher stehen Paraffine und andere Erdölerzeugnisse in der Naturkosmetik auf der schwarzen Liste. Als Alternative kommen hier pflanzliche Öle und Fette zum Einsatz, zum Beispiel Sojaöl, Weizenkeimöl, Arganöl oder Kakaobutter. Der Vorteil: Pflanzliche Öle sind kein Fremdkörper auf der Haut. Sie können hier problemlos aufgenommen und „verarbeitet“ werden. Ein weiteres Goodie ist, dass viele Pflanzenöle zusätzliche Begleitstoffe wie Vitamine oder zellschützende Antioxidantien enthalten, die die Haut zusätzlich pflegen und die gesunden Hautfunktionen unterstützen.

 

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