Das kannst Du Dir verkneipp`n

Wellness für Zuhause

Beauty loves Nature - Kneipp Bild: Helene Souza / pixelio.de

Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet ein Pfarrer einmal der Begründer einer der beliebtesten Wellness-Anwendungen sein wird? Sebastian Kneipp entdeckte vor über 100 Jahren die positiven Wirkungen von Wasser und gilt seitdem als Begründer der Hydrotherapie. Heute gibt es über 100 unterschiedliche Kneipp-Anwendungen, die die Körperfunktionen verbessern. Das kalte Wasser kurbelt die Durchblutung an und stärkt das Immunsystem. Warmes Wasser wirkt schmerzlindernd und kommt beispielsweise bei Rücken- oder Gelenkschmerzen zum Einsatz.

Kneipp für die Schönheit

Aber Kneipp-Anwendungen unterstützen nicht nur die Gesundheit, sondern machen auch schön. Wassertreten oder kalte Beingüsse stärken die Blutgefäße. Das hilft, Krampfadern und Besenreisern vorzubeugen. Der aktivierte Stoffwechsel trägt außerdem dazu bei, dass das Bindegewebe gestärkt und Cellulite-Dellen gemindert werden. So wird die Haut an Beinen und Po schön straff. Das gleiche funktioniert auch im Gesicht. Ein kalter Gesichtsguss strafft die Haut und fördert die Mikrozirkulation. Fahle Gesichtshaut wirkt dadurch rosiger. Lästige Rötungen, die zum Beispiel durch Couperose oder Rosazea entstehen, können durch das Gefäßtraining ebenfalls gemildert werden. Dazu ziehen sich durch die kälte die Poren zusammen. Das schafft ein ebenmäßiges Hautbild.

Kneipp-Anwendungen für Zuhause

Die Urlaubskasse ist leer? Kein Problem. Wer kein Geld für ein Spa-Wochenende in einem Wellnesshotel hat, kann sich trotzdem ein wenig Luxus können. Viele Kneipp-Anwendungen funktionieren nämlich auch zu Hause. So geht´s:

Wassertreten

Das Wassertreten ist die beliebteste Kneipp-Anwendung. Normalerweise watet ihr hierbei durch ein spezielles Kneipp-Becken. Die heimische Badewanne tut es jedoch auch. Füllt die Wanne mit kühlem Wasser, sodass es etwa bis zur Wade reicht. Dann hebt Ihr die Beine im Storchengang abwechselnd aus dem Wasser und tretet dann wieder hinein. Nach etwa zehn Minuten aus der Wanne steigen, Füße abtrocknen und zum Aufwärmen noch ein paar Schritte durch die Wohnung laufen.

Kalter Beinguss

Kampfansage gegen Cellulite und Besenreiser: Stellt Euch in die Dusche oder Badewanne. Führt den kalten Wasserstrahl vom kleinen Zeh über die Außenseite des Beins hoch bis zur Leiste. Wechselt hier hinüber zur Innenseite des Beines und lasst den Wasserstrahl von dort aus wieder zurück nach unten wandern.

Gesichtsguss

Auch für den Gesichtsguss solltet Ihr Euch am besten in die Dusche oder Badewanne begeben, wenn Ihr nicht das ganze Badezimmer überschwemmen wollt. Mutige können auch einfach nur den Kopf mit dem Gesicht nach oben über den Badewannenrand lehnen. Stellt den Duschkopf am besten so ein, dass ein gezielter, kalter und sanfter Wasserstrahl heraus kommt. Führt nun das Wasser über das Gesicht. Bewegt den Strahl zunächst in Auf- und Ab-Bewegungen über die Haut und lasst ihn anschließend kreisen. Damit bekommt ihr wortwörtlich im Handumdrehen einen frischen, strahlenden Teint.

 

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